2015-01-05

Die Welt zu Gast bei Freunden /A time to make friends

Liebe Deutsche Bahn und Tochterunternehmen,

haben Sie mal eine Gruppe Fremder beobachtet, die kein Deutsch spricht, wenn sie versucht, vom Alexanderplatz zum Flughafen Schönefeld zu kommen? Ich habe das kürzlich beobachtet und muss sagen, Sie sind ein miserabler Gastgeber.

Wenn sie - auf welchem Weg auch immer - herausgefunden haben, welchen Zug sie nehmen können und sich auf dem richtigen Bahnsteig am richtigen Gleis befinden, haben sie keine Chance, Änderungen mit zu bekommen. Die Laufschrift auf den Anzeigetafeln enthält nur deutschen Text. Gibt es verbale Informationen zu Verspätungen oder Änderungen des Gleises über die Lautsprecher, erfolgen diese in Deutsch. Sich in einer fremden Stadt zu bewegen, ist schwer genug, selbst wenn man die Sprache spricht. Es ist quasi unmöglich in Berlin, wenn man das nicht tut.

Bitte versuchen Sie, solche Informationen wenigstens auch in English verfügbar zu machen. Das hätte der Gruppe, die ich beobachtet habe, sehr geholfen, auch wenn es nicht ihre Muttersprache war.

Mit freundlichen Grüßen,
Anne Schulz

PS. Natürlich habe ich den Gästen weiter geholfen, aber das sollte in solchen Fällen nicht notwendig sein.

"Die Welt zu Gast bei Freunden" war das Motto der Fußball-WM 2006 in Deutschland.
Dear Deutsche Bahn and subsidiaries,

have you ever seen a group of foreigners not knowing any German trying to get from Alexanderplatz to Schönefeld Airport? I recently have and I have to say, you are an extremely bad host.

When they - by what means ever - do know which train to use, get to the right platform and track, there is not a chance for them to know about any changes. When the train is late - the ticker in the track is german. When there is a vocal information about a train being late and maybe even moved to a different track - the information is given in German. Moving around an unknown city is difficult enough for people knowing the language. It is almost impossible in Berlin for people not knowing it.

Please try at least give information in English as well. That would have helped the group I have seen a lot, although not being their native tongue.

Kind regards,
Anne Schulz

PS. Of course I helped the guests, but that should not be necessary in a situation like this.

"A time to make friends" was the official slogan of the FIFA World Cup 2006 in Germany.

2014-05-16

Besuch im Zoo Leipzig

Der Leipziger Zoo ist immer einen Besuch wert, auch bei eher mittelprächtigem Wetter, wie am 2. Mai 2014 - besonders mit der richtigen Begleitung!

Wer beobachtet hier wen?
Mit dem Pongoland bietet der Leipziger Zoo seinen Affen viele Möglichkeiten zum Zeitvertreib. Jede Art hat für regnerische Tage einen eigenen Innenbereich. An schönen Tagen sind die Affen draußen.
Seht her!
In beiden Bereichen finden die Großen ruhige Plätze, um ungestört ein Nickerchen zu machen oder auch die Kleinen bei ihren Spielen zu beobachten. Es gibt Möglichkeiten zum Klettern, Schwingen und Posieren. Für Besucher bietet der Innenbereich Bänke, von denen man die Affen beobachten kann. Es gibt aber auch Affen, die zurück gucken. Gerade die kleinen Affen finden uns Menschen aber lange nicht so spannend wie wir sie.

Giraffen können schöne Gesichter ziehen.
Besucherliebling
Auch Giraffen beobachte ich sehr gerne. Die können so herrlich blöde Gesichter ziehen - besonders, wenn sie etwas Essbares suchen, finden und das dann zerkauen. In Leipzig teilen sich die Giraffen mit den Zebras einigen Straußen, Antilopen und Gazellen die Kiwara-Savanne. Von der Terasse der Kiwara-Lodge aus bietet sich ein schöner Blick über die Savanne.

Auch bei diesem Besuch war ich wieder begeistert von den Erdmännchen und ihrer Anlage. Diese Tiere zu beobachten, macht mir - und wie ich gesehen habe - auch vielen anderen einfach Spaß. Ob das der Wächter ist, der wachsam von links nach rechts schaut, oder der kleine Dicke, der die Wärme der Rotlichtlampe genießt. Und wenn dann noch ein Kind dabei ist, das auf ein Erdmännchen zeigt und "Wauwau" sagt ...

Pinguine
Bei der Beobachtung der drei Pinguine musste ich nicht nur an den Film Madagaskar denken. Zuerst kam der linke Pinguin nach vorn und stellte sich nach links blickend ans Wasser. Kurze Zeit später folgte der rechte und stellte sich scheinbar unauffällig nach rechts schauend ebenfalls ans Wasser. Nach einer kleinen Weile folgte der mittlere und stellte sich dazwischen, blieb dort eine zeitlang stehen, bevor er ins Wasser abtauchte. Die beiden äußeren blieben in ihrer Position und beobachteten weiter die Umgebung. Das sah aus wie ein Very Important Penguin und seine Beschützer.

Mehr Fotos dieses Zoobesuchs habe ich in mein Google+ Photoalbum geladen.

Der Zoo Leipzig hat selbst auch eine Website, die Infos zu den einzelnen Anlagen, ihren Tieren und viele Fotos bietet.

Interessiert an fast täglich aktuellen Fotos aus dem Zoo Leipzig? Dann folge der Google+ Page Leipziger Zoofans oder der gleichnamigen Facebookgruppe.

2013-11-22

Dominosteinkuchen

In den letzten Wochen habe ich schon zwei Mal Dominosteinkuchen gebacken. Einmal fast nach dem Rezept bei Chefkoch - ich nehme allerdings immer weniger Zucker, als in Rezepten angegeben und so lange wie dort angegeben ist, habe ich auch nicht zwischen den einzelnen Schritten gewartet, dafür bin ich zu ungeduldig. Einmal habe ich ihn dann in folgender Abwandlung gebacken und bleibe wohl auch bei diesem Rezept.

Zutaten

4 Eier
1 Prise Salz
65 g braunen Zucker*
50 g Dinkelmehl (Typ 405)
50 g gemahlene Mandeln
2 TL Lebkuchengewürz
1 TL Kakao

1 großes Glas Johannisbeergelee (300 - 400 g)
1 Päckchen Tortenguß
1 Päckchen Marzipanrohmasse (200 g)
etwas Puderzucker (zum Ausrollen des Marzipans)
1 Becher Schlagsahne (200 ml)
1 Päckchen Sahnesteif
200 g Zartbitterkuvertüre
Kuchenglasur

Zubereitung

Den Ofen auf 175 Grad Celsius vorheizen. Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen.

Die Eier trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Währenddessen das Mehl, die gemahlenen Mandeln, das Lebkuchengewürz und den Kakao mischen. Den braunen Zucker in das Eiweiß einrieseln lassen. Die Eigelbe unterrühren und die übrigen trockenen Zutaten dazugeben und ebenfalls unterrühren.

Den Teig in die vorbereitete Springform geben und abhängig von der Power des Ofens ca. 15 bis 20 min backen. Den Boden auskühlen lassen. Damit ich darauf nicht warten muss, backe ich ihn am Abend, bevor ich den Kuchen esse möchte.

Den Boden aus der Springform lösen und halbieren. Die obere Hälfte beiseite legen. Einen Tortenrand um den unteren Boden legen. Wer keinen Tortenrand hat, kann den Rand der Springform verwenden.

Das Johannisbeergelee in einem Topf erwärmen. Sobald es flüssig ist, in einer Tasse den Tortenguß mit ein bis zwei EL Johannisbeergelee verrühren, dann in den Topf geben und unterrühren. Sobald das Gelee fester wird, auf dem unteren Boden verteilen. Die obere Hälfte des Bodens drauf legen.

Die Kuvertüre hacken und in einem Wasserbad erwärmen. Das Hacken ist nicht unbedingt nötig, allerdings schmilzt die Schokolade dann etwas schneller. Die Schlagsahne schlagen, sobald sie fester wird, das Sahnesteif dazu geben. Die geschmolzene Kuvertüre langsam in die Sahne fließen lassen, während sie weiter geschlagen wird. Die Schokomousse auf dem Boden glatt streichen.

Die Kuchenglasur in einem Wasserbad erwärmen.

Die Marzipanrohmasse kneten, bis sie etwas weicher geworden ist. Die Arbeitsplatte mit etwas Puderzucker bestäuben und die Marzipanrohmasse darauf ausrollen. Diese Platte auf die Sahneschicht legen. Der Tortenrand kann jetzt entfernt werden.

Die inzwischen flüssige Kuchenglasur auf der Marzipanschicht verteilen. Wer mag, kann auch den Rand noch damit betreichen, ich finde es allerdings ganz schön, wenn man die Schichten auch am Rand des Kuchens noch sehen kann. Den Kuchen kühl stellen, bis die Kuchenglasur fest geworden ist

* Ich nehme zum Backen grundsätzlich braunen Zucker. Mir kommt er nicht ganz so süß vor, wie der weiße Zucker. Außerdem bilde ich mir ein, dass er ein leicht karamelliges Aroma hat. Brauche ich für ein Rezept das Mark von Vanilleschoten, dann lege ich die ausgekratzte Vanilleschoten anschließend direkt in das Glas mit braunem Zucker. So hat er auch immer eine leichte Vanillenote. Da die Schoten leicht feucht sind, klumpt der Zucker etwas. Das lässt sich aber mit einem leichten Schütteln des Glases auflösen.

2013-08-31

Apfel-Zimt-Scones

In Anlehnung an die Blaubeer-Scones habe ich gerade Apfel-Zimt-Scones im Ofen. Das Grundrezept ist gleich. Ich habe nur die Menge Vanille reduziert und Zimt dazu genommen. Statt der Blaubeeren kommen natürlich Äpfel in diese Scones.

Zutaten

Werdende Apfel-Zimt-Scones
1 Tasse (130 g) Weizen- oder Dinkelmehl (Typ 405)
1 Tasse (130 g) Vollkornweizen- oder -Dinkelmehl
1/4 Tasse (50 g) braunen Zucker
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1/4 TL Salz
1/2 Tasse Buttermilch
1/2 Tasse (1/2 Stück) kalte Butter (ungesalzen)
1/2 TL Vanillearoma (Mark einer viertel Vanilleschote)
1/2 TL Zimt
1 Ei
2 kleine saure Äpfel

Zubereitung

Den Ofen auf 175 Grad Celsius vorheizen. Ein Backblech oder Rost mit Backpapier auslegen.

Die beiden Mehlsorten mit dem Zucker, Salz, Backpulver, Natron und Zimt in einer kleinen Schüssel mischen. Das Vanillearoma und das Ei in die Buttermilch geben und mischen. Die gekühlte Butter in kleine Stückchen schneiden. Mit dem Mehlgemisch in einen Mixer geben und kurz und schnell mixen bis Krümel entstehen. Dann die feuchten Zutaten dazu geben und wieder kurz mixen.

Die kleinen Äpfel schälen und das Kerngehäuse entfernen und in kleine Stückchen schneiden. Diese Stückchen in die Schüssel geben und unter den Teig kneten. Auf einer Arbeitsfläche Mehl ausstreuen, den Teig darauf geben, noch etwas kneten und eine Rolle formen. Aus dieser Rolle ca. zwei Zentimeter dicke Scheiben schneiden.

Etwas Buttermilch in eine kleine Schüssel geben. In eine zweite kleine Schüssel etwas Zucker geben und mit Zimt mischen. Die Scheiben zuerst in die Buttermilch und anschließend in die Zucker-Zimt-Mischung tunken, so dass eine der Flächen und die Seiten mit Zimtzucker bedeckt sind. Mit der Seite ohne Zucker auf das Backpapier setzen. Wenn alle Scheiben auf dem Papier sind, das Backblech oder den Rost auf die mittlere Schiene in den Ofen schieben und ca. 15 bis 20 Minuten goldbraun backen.

2013-08-20

Malta-Pizzen

Die beiden Pizzen nenne ich Malta-Pizzen, weil ich sie bei einem Urlaub auf Malta das erste Mal gegessen habe. Dieser Urlaub ist zwar schon ein ganzes Weilchen her. Aber ich mache diese Pizzen immer wieder gern, weil ich sie wegen ihrer Kombination aus herzhaften und süßen Anteilen so mag.

Zutaten für den Pizza-Teig (ein Blech)

350 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe oder 1/2 Würfel frische Hefe
1 TL Salz
1/2 TL Zucker
1/2 Tasse Olivenöl
ca. 350 ml lauwarmes Wasser

Zubereitung des Teiges

Den Ofen auf Grad Celsius vorheizen. Ein Backblech oder Rost mit Backpapier auslegen.

Die trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen. Das Olivenöl unterrühren. Das lauwarme Wasser schlückchenweise hinzu geben und immer gut verühren. Solange fortfahren, bis der Teig die gewünschte Konsistens hat. Den Teig mit etwas Mehl bestäuben. Die Schüssel mit einem frischen Geschirrtuch bedeckt an einen warmen Ort - bei mir ist das auf meinem Aquarium - stellen und dort mindestens 30 Minuten gehen lassen.

Zutaten für die Pizza mit Honig

4 große Champignons
1 rote Zwiebel
1 Mozzarella
1 Gorgonzola oder einen anderen Blauschimmelkäse
3 EL Honig

Zubereitung der Pizza mit Honig

Die Zwiebel häuten und halbieren. Die Hälften in nicht allzu dünne Streifen schneiden. Die Champigons in Scheiben schneiden. Den Mozzarella in etwas größere und den Gorgonzola in etwas kleinere Stücke schneiden.

Den Pizzateig dünn auf dem Backpapier ausrollen. Anschließend die Champignons gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Die in Streifen geschnittenen Häute der Zwiebel ebenso gleich mäßig verteilen. Gleiches gilt für den Mozzarella und den Gorgonzola. Anschließend den Spuren von Honig darüber verteilen. Die Pizza auf der unteren Schiene für ca. 10 bis 15 Minuten in den Ofen geben. Auf die Farbe von Rand und Käse achten, um die gewünschte Bräune zu erzielen.

Zutaten für die Pizza mit Lachs

1 Stück Lachs (200 g)
1 Stück Hähnchen (200 g)
5 EL Mango-Chutney
5 EL passierte Tomaten (gern auf mit kleinen Stücken)
1 rote Zwiebel

Zubereitung der Pizza mit Lachs

Die Zwiebel häuten und halbieren. Die Hälften in nicht allzu dünne Streifen schneiden. Den Lachs in ca. 2 bis 3 Zentimeter große Stücke schneiden.

Den Pizzateig dünn auf dem Backpapier ausrollen. Anschließend die Tomaten und das Mango-Chutney auf den Boden streichen. Die in Streifen geschnittenen Häute der Zwiebel gleich mäßig verteilen. Die Lachsstückchen ebenfalls gleichmäßig auf dem Pizzaboden auslegen. Die Pizza auf der unteren Schiene für ca. 10 bis 15 Minuten in den Ofen geben. Auf die Farbe des Randes achten, um die gewünschte Bräune zu erzielen.

2013-08-07

Es ist doch immer irgendetwas

Es ist doch immer wieder faszinierend, wie sehr mich die öffentlichen Verkehrsmittel entäuschen können - trotz stetig abnehmendem Service*.

Ich laufe in einen S-Bahnhof und stelle fest, dass die Rolltreppe aufwärts wieder einmal steht. Noch nicht ganz oben angekommen, erkenne ich auf den Anzeigen einen durchlaufenden Text. Natürlich bedeutet das nicht Gutes - es ist schließlich weder Fußball-EM noch -WM.

Diesmal erscheint der Hinweis, dass der Zugverkehr der Linie S42 nur im 20 Minutentakt erfolgt. Nach der ersten Bahn, die natürlich keine der vorgenannten Linie ist, folgt auch prompt der zweite Durchlauftext mit der Info, dass der Zug der Linie S42 ausfällt. Parallel dazu erfolgen dann die Durchsagen zu Verzögerungen im Betriebsablauf, verbunden mit der Bitte um Entschuldigung.

Ich mag's so langsam weder hören noch lesen. Es ist doch immer irgendwas: ein Feuerwehreinsatz, ein Polizeieinsatz, ein Notarzteinsatz, eine Weichenstörung, eine Signalstörung, ein Unwetter, ein Schadzug oder Zugschaden, Verzögerungen im Betriebsablauf ... Ich habe inzwischen den Eindruck, dass da jemand die Texte der Spruchbänder nach Lust und Laune aus fertigen Textbausteinen zusammen setzt.

Aber immerhin bitten die Durchsagen auf den Bahnsteigen jetzt um Entschuldigung, statt für Verständnis zu danken. Letzteres habe ich einfach nicht mehr, nicht jeden Tag auf's Neue. Denn inzwischen kann ich die Tage im Kalender markieren, in denen die Verbindungen von A nach B und wieder zurück entsprechend Plan verlaufen und ich nicht auf mindestens einem der Wege erheblich länger brauche und/oder aufgrund einer Störung in völlig überfüllten und überhitzten Bahnen mit genervten Mitfahrern vor mich hinschwitze.

Laut einem Artikel der BZ, dessen Quelle eine kleine Anfrage und deren Antwort ist, kam die S-Bahn in Berlin in den ersten 5 Monaten dieses Jahres 92 Tage zu spät und verzeichnete 10.491 Zugausfälle.

* Hier kann man auch den Genitiv verwenden und ich würde das auch gerne tun, aber der klingt bei diesen Worten leider einfach komisch.

2013-08-06

Urlaub in der Ferne mit mobilem Internetzugang

Einen Urlaub in Thailand muss man nicht komplett offline verbringen, denn in vielen Hotels gibt es kostenfreies WLAN oder WLAN gegen einen geringen Abschlag. Aber was macht man unterwegs? Was, wenn man irgendwo gestrandet ist und wissen will, wie man am besten zum nächsten Supermarkt oder wieder nach Hause (ins Hotel) kommt? Als Besitzer eines Smartphones gewöhnt man sich sehr schnell an die damit verbundenen Annehmlichkeiten.

Also informierte ich mich vor dem Urlaub, welche Möglichkeiten es gibt und was diese kosten. Empfohlen wurde der Anbieter TrueMove. Was man braucht, ist eine Prepaid Sim und schließlich noch eine Karte mit einem Guthaben für die Internetnutzung. Eine Prepaid Sim von TrueMove bekommt man in fast jeden 7Eleven-Markt. Die gibt es in Bangkok und auch auf Koh Samui an fast jeder dritten Straßenecke. Mit der zweiten Karte war es dann schon schwerer - also als jemand, der kein Thai spricht und damit den Leuten in den kleinen Supermärkten nicht begreiflich machen konnte, was sie von ihnen will. Ich hatte mich für das kleinste iNet-Paket mit 1GB Daten entschieden. Doch das schienen die Läden nicht vorrätig zu haben oder wir redeten aneinander vorbei.

Siam Paragon
Aber wir hatten vor, zum Siam Paragon in Bangkok zu fahren. In diesem gibt es einen ganzen Laden von TrueMove. Also fuhren wir mit dem SkyTrain zu dieser riesigen, edlen Mall. Dank Übersicht an den Rolltreppen fanden wir den Laden von TrueMove und dort dann jemanden, der mir weiterhelfen konnte. Er suchte das richtige Paket heraus, um meine Prepaid Sim damit aufzuladen.

Das Aufladen nennt sich in Thailand "top up" (auch bei anderen Anbietern). Das hört man viel, wenn man nach solchen Paketen fragt, aber im richtigen Laden, machen sie das auch gleich für den unglaublich hilflosen Touristen. Ich zahlte also bar (das ist bei den TopUp-Paketen ein Muss), legte meine vorher erworbene Prepaid-Sim in mein Smartphone und startete es wieder. Schon hagelte es SMS in für mich unverständlichem Thai. Dann gab ich mein Telefon aus der Hand und der freundliche Mitarbeiter von TrueMove verschwand damit hinter einem PC. Er rief mit meinem Smartphone eine auf dem iNet-Paket verzeichnete Nummer an, gab einen Code ein, der ebenfalls dort stand, und damit war's getan. Es hagelte wieder thailändische SMS.
In der Anleitung der Prepaid-Karte fand ich noch eine Nummer, die man anrufen konnte, um die Sprache der Service-SMS auf Englisch umzustellen. Das tat ich prompt und wieder kamen diverse SMS - diesmal in Englisch. Sie wiesen auf die Sprachumstellung, das neue Datenvolumen und vieles mehr hin. Damit hatte ich dann für ca. 11,25 € (69 Baht für die Sim-Karte und 399 Baht für das kleinste iNet-Paket) einen Monat lang einen mobilen Internetzugang in Thailand. Empfang hatte ich damit nicht nur im natürlich gut versorgten Bangkok, sondern auch auf Koh Samui und Koh Phangan.

Natürlich waren wir nicht zum Siam Paragon gefahren, um dort zu TrueMove zu gehen. Diese riesige Mall bietet sehr viel mehr an Läden für schmale und gut gefüllte Geldbeutel und Kredikarten. Aber zum Shoppen waren wir eigentlich auch nicht da, obwohl wir das natürlich gemacht haben. Eigentlich waren wir zum Siam Paragon gefahren, um das dortige Aquarium namens Siam Ocean World (Vorsicht Flash-Geflacker) zu besuchen. Dort kann man viele tropische Fische, Seepferdchen und mit verschiedenen Farben angestrahlte Quallen in tollen Aquarien beobachten. Bucht man ein kleines Paket dazu, bekommt man auch eine Führung hinter den Kulissen und kann aus einem Glasbodenboot heraus Haie und Rochen beobachten. Für kleine Kinder gibt es in der Ocean World auch einen kleinen Spielplatz.

Der Food Court im Siam Paragon empfiehlt sich auch, wenn man schon mal da ist. An einer Kasse lädt man eine Karte mit einer Summe auf, die man gedenkt, für Speisen und Getränke auszugeben. Damit kann man dann an jedem der Restaurants um einen großen Platz mit Tischen und Stühlen herum, Essen oder auch Getränke bezahlen. Es findet sich für jeden Geschmack etwas - ob Suppe oder feste Nahrung, Reis oder Nudeln, Fisch oder Fleisch. Als Getränk kann man sich einen Saft aus frischen Früchten und Gemüsen seiner Wahl pressen lassen.